Freitag, September 25, 2020

Maritime Touristik – Traditionsschiffahrt unter Druck

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Ist die Traditionsschiffahrt am Ende? In den Häfen liegen die Schiffe fest an der Pier. In Zeiten von Corona ist für viele Schiffe bald Schluss. Der finanzielle Druck, bedingt durch die Verordnungen, ist zu hoch.

Sie liegen an der Pier und es ist kein Land in Sicht, zumindest finanziell werden viele Traditionsschiffe demnächst auf Grund laufen. Die Schiffe sind ein Teil unserer Touristiklandschaft und sie geben ihren Teil für den touristischen Erfolg für die maritimen Nordländer hinzu.

Petition in den Niederlanden

Die Niederlande haben die größte noch fahrende historische Flotte der Welt! Die Flotte besteht aus ca. 400 originalen Segelschiffen und wird im In- und Ausland aufgrund ihres kulturhistorischen Wertes hoch angesehen.

Die Skipper der Flotte haben eine Online-Petition gestartet, um damit die holländischen Traditionssegler zu retten.

Durch die Corona-Maßnahmen ist der Sektor im Moment vom Aussterben bedroht. Die Unternehmer steuern in diesem Jahr auf einen Umsatzverlust von 90 – 100% zu. Und auch für 2021 sieht es nicht viel besser aus. Sollten seitens der Regierung keine weiteren Maßnahmen erlassen werden, werden viele Eigner pleitegehen und damit verschwinden ihre historischen Schiffe für immer aus dem Bild der Niederlande und von den Weltmeeren.

Situation in Deutschland

In Deutschland gab es für Kleinunternehmer Zuschüsse, doch bei der Traditonsschiffahrt ist nicht viel angekommen. Nur ein paar wenige Privateigner konnten Hilfen bekommen, bei Vereinen stellt sich die Situation jedoch anders dar. Viel Engagement und Ehrenamt kämpfen um den Erhalt, doch mit dem “Wumms” aus der Krise scheint die Traditionsschiffahrt nicht gemeint zu sein.

Bereits im März hat der Dachverband der deutschen Traditionsschiffe GSHW e.V. in einem offenen Brief um Hilfe gebeten. Bisher ist nicht viel in Bewegung. Nach Aussage der verschiedenen Vereine und Verbände sind die Traditionschiffe bisher noch nicht mit Hilfen unterstützt worden. Während in anderen touristischen Angelegenheiten unkompliziert geholfen wurde, sieht man hier einen Teil des doch notwendigen Bedarfes ungedeckt.

Hier ist ein lauter Aufruf an die Tourismusminister unerlässlich. In einem Artikel des NDR wird die Problematik in der Mediathek verdeutlicht. Hier ist ein interessanter Beitrag über die “Belle-Amie” zu lesen oder abzurufen.

Die Traditionsschiffahrt ist ein wesentlicher Teil unseres Tourismus und unserer Geschichte, dies sollten wir erhalten. Unser maritimes Erbe darf nicht vergessen werden.

Weitere Informatinsquellen:

Facebook Willhelmshavener Sailing Cup

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